erstellt von: lacravate, am 05.01.2012 18:54 , Clicks: 2908

Ordnung im Kleiderschrank

Entrümpeln leicht gemacht


Es ist manchmal gar nicht so leicht, gut auszusehen. Jedenfalls, wenn in Ihrem Kleiderschrank das Chaos regiert. Wo ist nur die Lieblingskrawatte? Hatten Sie das Hemd mit Knitteroptik nicht eigentlich frisch gebügelt in den Schrank gehängt? Und die Manschettenknöpfe hatten Sie in irgendein Paar Schuhe gelegt – aber in welches?


Entspannen Sie sich! Denn erstens sind Sie mit solchen Schwierigkeiten in bester Gesellschaft und zweitens ist es gar nicht so schwer, das Problem zu beheben.


Wichtigste Grundregel, wenn Sie der Unordnung zu Leibe rücken wollen: Lassen Sie sich nicht davon abbringen. Ein halb aufgeräumter Schrank ist noch sehr viel chaotischer als ein nicht aufgeräumter. Und wenn erst einmal alles Kleidungsstücke durcheinanderwirbeln, weil Sie sie umschichten wollten, brauchen Sie um so mehr Zeit zum Suchen.


Der erste Schritt ist einfach. Noch bevor Sie irgendetwas verstauen, sortieren Sie Ihre Kleidung. Und das heißt in diesem Fall nicht, rote zu roten Pullovern und blaue zu blauen Hemden – jedenfalls jetzt noch nicht. Der Anfang klingt leichter, als er ist. Überlegen Sie, was Sie nicht mehr brauchen. Wie viele Kleidungsstücke hängen dort noch, die Ihnen nicht mehr passen? Die seit zwanzig Jahren nicht mehr tragbar sind? Und dann wäre da noch die Hose, die sie seit zehn Jahren noch schnell reparieren wollten, und der Jogginganzug mit dem ausgeleierten Bund.Sie merken schon, da können Sie eine ganze Menge Platz schaffen.


Als grobe Faustregel kann gelten: was Sie seit mindestens zwei Jahren nicht mehr an hatten, werden Sie vermutlich auch nicht mehr tragen (exotischere Kleidungsstücke wie einen Frack oder Taucheranzug mal ausgenommen). Vielleicht hat sich auch einfach nur Ihr Stil verändert. Trennen Sie sich von etwas Ballast.


Als nächstes sortieren Sie Ihre Kleidung nach Jahreszeiten. Die wollig warmen Winterpullover nützen Ihnen im August nicht besonders viel, und die kurzärmeligen Hemden sind nichts für den Dezember. Gerade jetzt im Herbst ist also eine ideale Zeit, um die Sommerkleidung auszusortieren. Was sie ein halbes Jahr nicht brauchen werden, findet am besten Platz in einer robusten Aufbewahrungsbox unter Ihrem Bett. Mit entsprechenden Kleidersäcken, die manche Hersteller mittlerweile anbieten, kann man die Kleidung sogar vakuumverschweißen. Dann nimmt sie nicht nur weniger Platz weg, sondern Sie können Sie sogar im Keller einlagern, ohne dass sie hinterher muffig riechen wird.


Achten Sie darauf, nicht alles wegzupacken: auch im Sommer kann es kalte Tage geben, und vielleicht wird der Herbst warm. Lassen Sie also ein Reserve von Übergangsbekleidung im Schrank.


Ist Ihr Kleiderschrank auf einmal so ungewohnt leer? Wunderbar, denn nun haben Sie Platz, um richtig anzufangen. Sortieren Sie nicht nach Kleidungsstücken, sondern nach Funktion. Die Kniebundhose, in der Sie manchmal wandern gehen, hat ihren Platz besser nicht zwischen den Anzughosen, sondern beim karierten Freizeithemd. Und Ihr anthrazitfarbener Anzug wird schließlich ebenso im Büro getragen wie sein marineblaues Gegenstück. So haben Sie leichter Zugriff auf die richtigen Sachen, denn im Ernstfall suchen Sie nie nach irgendeiner Hose, sondern nach Businessoutfit oder Freizeitdress. Die Hosen sollten Sie übrigens nicht zusammenlegen, sondern auf einen Bügel hängen, am besten in die Nähe des dazugehörigen Anzugs. Wollen Sie dieses Prinzip konsequent durchhalten, können Sie auch Ihre Schuhe entsprechend zuordnen. Dazu packen Sie sie am besten innerhalb des Kleiderschranks in kleine Boxen – oder bewahren die Schuhkartons auf.


Etwas kniffliger in dieser Hinsicht sind Krawatten. Hat Ihr Kleiderschrank eine flache Schublade? Hervorragend. Dann können Sie die edlen Binder aufrollen und nach Muster sortiert nebeneinander ablegen. Je nachdem, was Sie im Schrank haben: eine schmale Krawatte für den Abend, gestreift fürs Büro, schwarz für die Oper. Auch ein paar Fliegen oder Einstecktücher bekommen Sie so unter. Noch mehr Ordnung bekommen Sie mit einem Teiler oder einer Schubladeneinlage. Eine kleine verschließbare Box hindert Ihre Manschettenknöpfe am Verschwinden.Wenn Ihr Schrank diese Möglichkeit nicht bietet, gibt es für diesen Zweck hervorragende Kleiderbügel. Oft haben sie für jede Krawatte eine separate Halterung. Zwar kann diese Form der Lagerung eine Falte verursachen, da die Krawatte aber auf der betreffenden Höhe zumeist gebunden wird, wird man dies nicht sehen. Außerdem bekommt man mit ein wenig Dampf (selbst ein Aufhängen im Badezimmer nach einer heißen Dusche kann Wunder wirken) so manche Falte wieder heraus. Manchmal sind übrigens die Geschenkpackungen praktisch, die man in manchen Weinhäusern erhält und die normalerweise Platz für eine Flasche des edlen Tropfens bieten. Aufgerollt fassen sie drei normal große Krawatten, die so sogar knitterfrei transportiert werden können.Nicht nur, dass Sie ihre Lieblingsbekleidung nun viel schneller finden als vorher – nein, auch die Zeiten, als sich ihre Hemden aus Platzmangel verdrehten und Ihre Krawatten Falten bekamen sind vorbei. Und sie bekommen nicht nur den Kleiderschrank, sondern auch den Kopf frei für wichtigere Dinge.


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