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Auffällige Krawatten: Zwischen Humor und Formalität

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Die Krawatte als kulturelles Symbol

Die Krawatte hat einen festen Platz in unserer kulturellen Welt. Politiker, die sich gegen das Tragen von Krawatten aussprachen, sorgten einst für Skandale. In vielen Branchen ist die traditionelle Krawatte nach wie vor Pflicht. Sie verschließt zwar den Hemdkragen, vermittelt aber gleichzeitig die Botschaft, dass selbst in einer Welt der Uniformität Raum für individuellen Ausdruck ist.

Die große Welt der Motivkrawatten

Mit der Einführung von bedruckten Krawatten und den Fortschritten in der Drucktechnik kamen die umstrittensten Modeaccessoires aller Zeiten auf den Markt: Krawatten mit auffälligen Motiven. Hierbei handelt es sich nicht um subtile Blumenmuster, Paisley-Designs oder diskrete Abbildungen von Gegenständen wie Schachteln oder Blumen. Diese klassischen Muster sind akzeptabel, solange sie sich in einem dezenten oder festlichen Rahmen bewegen, aber wir sprechen von Krawatten, die mit großen Dollarzeichen, Cartoonfiguren oder Sonnenuntergängen bedruckt sind.

Vielfalt der Motive

Die Auswahl an Motiven für Krawatten ist schier endlos. Dollarzeichen sind ebenso beliebt wie Vereinslogos für Fußballfans, Jagdszenen für Jäger oder Bilder von Musikinstrumenten für Musiker. Selbst Notenmuster können auf Krawatten gut aussehen, solange sie nicht zu verspielt sind. Einige wagen jedoch zu weit zu gehen, wie ein Frankfurter Banker, der mit einer Krawatte, auf der "Alle Verbrecher" prangte, seinen Job verlor.

Künstlerische Einflüsse auf die Krawatte

Ursprünglich begannen Künstler wie Salvador Dalí damit, auf Seidenkrawatten zu malen, was heute Sammler begeistert. Andere Künstler folgten diesem Trend, und handgemalte Kunstwerke auf Krawatten wurden zu begehrten Sammlerstücken. Mit der Entwicklung des Druckverfahrens tauchten auch Bilder berühmter Gemälde von Meistern wie Rembrandt und Da Vinci auf Krawatten auf, wenn auch in einem schlichteren Stil.

Die Renaissance der handbemalten Krawatten

In den 1980er und 1990er Jahren erlebte das Malen auf Seidenkrawatten eine Renaissance, als die Batikhemden der 70er Jahre aus der Mode kamen. Kunsthandwerker entdeckten die Krawatte als neues Medium für ihre Kreativität. Kurse zum Malen auf Seide wurden an Hochschulen angeboten, und selbstgemachte Kunstwerke zierten viele Weihnachtsgeschenke. Obwohl einige dieser Stücke wahre Meisterwerke waren, schafften sie es nie richtig in die Modewelt und werden heute höchstens noch bei Familienfeiern getragen.

Der richtige Ort für auffällige Krawatten

Es ist wichtig, den richtigen Anlass für auffällige Krawatten zu wählen. Bei formellen Anlässen oder im Büro sind sie meist unangemessen. Aber auf informellen Partys können sie für ein herzhaftes Lachen sorgen, insbesondere wenn sie Motive wie E-Gitarren oder das Logo deiner Lieblingsband zeigen. Zeichentrickfiguren mögen albern wirken, vor allem, wenn man älter als zehn Jahre ist. Im Büro ist es immer ratsam, sich auf klassische Streifenmuster zu beschränken.

Veröffentlicht in: LaCravate Mode Blog, Style-Guide, Krawatten

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