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erstellt von: lacravate, am 05.01.2012 18:54 , Clicks: 477

Anzugfarben und warum Sie sie nicht tragen sollten

Dresscodes sind nicht immer flexibel. Manche Dresscodes sind besonders unflexibel. Und manche Dresscodes sind so eisern, dass sie sich über die Jahrzehnte erhalten haben. Das gilt auch und gerade in einer Zeit, in der die richtige Hemdfarbe inzwischen weniger Gegenstand von Kontroversen wird und die Krawatte nicht immer nur bordeauxrot oder dunkelblau gestreift sein muss. So ist der klassische Geschäftsanzug immer noch anthrazit („Business Black“) oder dunkelblau. Und manche Puristen werden einwenden, dass selbst der dunkelblaue Anzug schon eine Spur zu modisch ist.

 

Nun, in den meisten Unternehmen haben sich diese Regeln ein wenig gelockert. So wurden hellgraue Anzüge nach und nach unter Geschäftsleuten immer beliebter. Und auch andere Farbtöne waren nun auf einmal häufiger zu sehen.So tauchen im Sommer Anzüge in Crémetönen auf, im Winter Grün und Braun. Und manch braver Sparkassen- oder Behördenangestellter versucht gar, besonders locker zu wirken, und griff zur Kombination aus dunkelgrauer Flanellhose und gelb kariertem Sakko. Dazu eine Krawatte in leuchtendem Gelb. Warum nicht. Nur: Förmlichkeit sieht anders aus.

 

Je konservativer das Umfeld ist, desto traditioneller sollten Sie bei der Wahl der richtigen Anzugfarbe sein. In vielen progressiven Unternehmen ist ein hellgrauer Anzug vor allem im Sommer unproblematisch. Allgemein gilt, dass die Farben im Sommer eher etwas heller sein dürfen als im Winter. Und dennoch: ein Anzug in hellem Créme ist perfekt für die Karibikkreuzfahrt, aber nicht fürs Büro. Denn sein leicht tropischer Charme sieht zu sehr nach Urlaub und Cocktails im Liegestuhl am Strand aus, als dass er als professionell wahrgenommen würde. Und das möchten Sie ja bei Ihrem Businessoutfit, oder etwa nicht?

 

Etwas förmlicher wirkt da ein dunkelbrauner Anzug. Und ja, in manchen Unternehmen wird er stillschweigend geduldet. Geduldet, denn zumindest unbewusst haben strikte Regeln wie das alte „No Brown in Town“ immer noch einen gewissen Stellenwert. Brauntöne gelten immer noch als ein wenig ländlich und rustikal, auch wenn man sich das angesichts schlanker italienischer Designeranzüge in Karamelltönen kaum noch vorstellen kann.

Dabei kann auch ein Anzug in Mokka mit der passenden einfarbigen Krawatte und einem passenden Einstecktuch sehr elegant aussehen. Aber eben nicht geschäftlich.

 

Auch auf einen dunkelgrünen Anzug sollten Sie im Büro besser verzichten. Denn zum einen teilt er sich mit dem braunen Anzug die Assoziationen von Erde und Herbst auf dem Lande. Zum anderen ist er eher in der Trachtenmode beheimatet als in der Businesswelt. Nichts gegen einen Trachtenanzug aus grünen Lodenstoff, aber sie würden ihn normalerweise nicht zur Arbeit tragen, oder? Und ein dunkelgrüner Wollanzug wirkt nur unwesentlich urbaner.

 

Es gibt eine Anzugfarbe, die Sie unbedingt vermeiden sollten. Und hier heißt unbedingt tatsächlich unbedingt. Tragen Sie niemals, ich wiederhole, NIEMALS, einen weißen Anzug. Es sei denn, Ihr Name ist Don Johnson und Sie stehen gerade für eine 80'er-Jahre-Fernsehserie vor der Kamera. Denn nur mit der richtigen Portion an 80'er-Charme können Sie den weißen Anzug mit Eleganz tragen. Dann auch gerne zum offenen Hawaiihemd.

Gerne empfehlen wir Ihnen diese Krawatte blau aus unserem Shop.





     

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Herrenmode Trends 2012

Anzüge und Sakkos Trends 2012

Was als Nischenprodukt begann, scheint sich stärker durchzusetzen: Unter den Begriffen "Modern Fit" und "New Generation" hat sich eine junge Konfektion entwickelt mit scharf geschnittenen Anzügen, körpernaher Schnittführung, verkürzter Jackenlänge, veränderte Proportionen im Bereich Arm und Schulter. Staubige Farben bei den Sackos und milde Kontraste setzen sich durch. Die Abgrenzung zwischen Sportswear und Konfektion ist damit fließender geworden. Das Gesamtbild des Outfit wird ruhiger, die Farben wie auch die Desins werden zurückgenommen. Keine aufwendigen Muster mehr, also keine Karos und kaum Streifen beim Anzug, meist Uni oder mit kaum sichtbaren Strukturen. Weiche und ungefütterte Sakkos, die sich fast so leicht tragen wie ein Hemd und auch als Pullover-Sackos bezeichnet werden kommen ohne Schulter-Einlagen aus. Zu tragen sind diese leichten Sakkos mit Hemd und Krawatte oder an heißen Tagen einfach mit T-Shirt. Die Farben der Sakkos sind graphit bis anthrazit und daneben Naturtöne. Die superleichten Sakkos passen auch gut zu Jeans und Chinos.

Krawattentrends 2012

Bei Krawatten ist schlichte Eleganz angesagt. Klassische Streifen sind nach wie vor gefragt. Karierte Krawatten und Paileymuster sind weiterhin angesagt. Zum Herbst sind die Farbtöne für Krawatten wieder etwas dunkler. Insgesamt sind die Krawatten mit 8,5 cm Breite weiterhin recht schmal. Viel Uni in matt glänzenden Naturtönen oder mit leichten kaum wahrnehmbaren Strukturen. Und man trägt wieder Pochettes (Einstecktuch). Die Krawattenknoten werden mit den kleineren Kragen und den schmaleren Krawatten ebenfalls kleiner.

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Hemden – Modetrends 2012

Bei den Hemden sind es die schlichten Klassiker in feinsten Geweben in weiß, hellen Nuancen und in Blautönen. Die Kragen sind schmaler, die Schnittführung näher am Körper. Bei den Hemden gilt im Businesslook weiterhin weiß vor hellblau. Eventuell hat das Hemd einen leichten Streifen und natürlich dominiert weiterhin der Kentkragen.

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